Monatlicher Umfrage-Durchschnitt im Juni 2020: Union weiter im Hoch, Grüne berappeln sich etwas

Monats-Umfrage(Juni_2020)_kleinBerlin, 30. Juni/1. Juli 2020: Wie schon erwähnt, sind der April, der Mai sowie auch der Juni 2020 zu demoskopischen Erfolgsmonaten für die CDU/CSU geworden. Im Prinzip stimmen die wahlberechtigten Bundesbürger den Einschränkungen in den Bereichen der persönlichen Freiheit, die seit Beginn der „Covid-19-Pandemie“ eingeführt wurden, zu. Und davon profitieren faktisch allein die Unionsparteien – massiv, während die SPD sich immer noch deutlich unter 20 % befindet.
Die seit fast fünf Monaten in Deutschland grassierende „Covid-19-Pandemie“ hatte zur Folge, dass die Unionsparteien, die im Februar und in der ersten März-Hälfte in der „Sonntagsfrage“ („Welche Partei werden Sie wählen, wenn am kommenden Sonntag Bundestagswahl wäre?”) auf deutlich unter 30 % gefallen waren (27 %), nun im Juni-Durchschnitt auf 38,2 % angestiegen sind. Besonders die öffentlich-rechtlichen Sender bzw. die für diese arbeitenden Umfrage-Institute Infratest-Dimap und der Forschungsgruppe Wahlen e.V., taxieren die Unionsparteien auf 38, 39 oder sogar auf 40 % - und natürlich auch das für seine etwas „originellen“ und „eigenwilligen Dateninterpretationen“ seines Chefs hinreichend bekannte FORSA-Institut, dass schon recht früh die Unionsparteien im Anstieg sah und seit geraumer Zeit die CDU/CSU bei 40 % sieht, neuerdings auch das Allensbacher Institut für Demoskopie (IfD).
Die SPD hat im Durchschnitt im Vergleich zum Mai 0,3 %-Punkte verloren, ist auch bei manchem Institut sogar wieder vor Bündnis 90/Die Grünen liegend gewesen, steht aber mit insgesamt 15,0 % ausgesprochen mager da. Sie würde etwa 5,5 %-Punkte im Vergleich zum Bundestagswahlergebnis von 2017 verlieren, während die Union um 5,3 %-Punkte zulegen würde. Bündnis 90/Die Grünen kommt im Mai auf durchschnittlich 17,7 %, was einen Zugewinn von 8,8 %-Punkten ausmachen würde, sie also ihren vorherigen Bundestagswahl-Anteil nahezu verdoppeln.
Die AfD würde zumindest dem Umfragedurchschnitt nach im Vergleich mit Bundestagswahlergebnis von 2017 um 3,1 %-Punkte auf jetzt 9,5 % zurückgehen.
Die LINKE wie auch die FDP gehören ebenfalls zu den Verlierern im Umfragedaten-Durchschnitt. Die LINKE würde auf ca. 7,8 % (wie im Mai-Durchschnitt) und die FDP nur noch knapp über 5 % (5,9 %) kommen. Bei gleichbleibender Wahlbeteiligung würde die FDP rund 45 % ihrer 2017er Wählerschaft verlieren. Alle anderen Parteien erzielen zusammen rund 5,9 %.
Beurteilt man die Daten nach dem bekannten „Links-Rechts-Schema“, so erreichen die CDU/CSU, die AfD sowie die FDP zusammen 53,6 %, SPD, Grüne und LINKE erzielen laut Umfragedurchschnitt 40,5 %. Eine „Jamaika-Koalition“ aus CDU/CSU, FDP und Bündnis 90/Die Grünen würde auf 61,8 % kommen, eine – fiktive - Koalition von Union und Bündnis 90/Die Grünen erreicht 55,9 % und würde zusammen 355 Mandate erzielen. Unionsparteien und SPD kämen auf 53,2 % und 338 Mandate.
Die (mögliche) Mandatsverteilung auf der Basis der gesetzlichen Grundmandate (598 Sitze) zeigt dann folgendes auf: Die CDU/CSU würde 243 Mandate erzielen, die SPD 95, die AfD käme diesmal auf 60 Mandate, die FDP auf 38, die LINKE käme auf 50 Mandate und schließlich erreicht Bündnis 90/Die Grünen 112 Sitze.
Zur Erklärung: Es handelt sich bei dieser „Rangliste” nicht um eine sozialwissenschaftliche Untersuchung, sondern dem Durchschnittswert, der sich aus der Berechnung der veröffentlichten Umfragedaten eines gesamten Monats der Institute GMS, Kantar, Infratest-Dimap, INSA-Consulere, der Forschungsgruppe Wahlen e. V., dem FORSA-Institut und dem Institut für Demoskopie (Allensbach) sowie YouGov ergibt.