Umfragedatendurchschnitt im Juli 2019: Grüne lassen wieder nach

Monats-Umfrage(Juli_2019)_kleinBerlin, 1. August 2019: Im Durchschnitt der Umfragedaten (Bundestag) im Monat Juli 2019 von allen acht führenden Meinungsforschungsinstituten kommen CDU und CSU dieses Mal zusammen auf 26,8 %. Zugrunde liegt diesem Wert der Durchschnittswert der zwanzig veröffentlichten Umfragen („Sonntagsfrage Wahlabsicht“) des zurückliegenden Monats: Demnach würden die Unionsparteien im Vergleich mit dem Ergebnis der Bundestagswahl (2017) 6,1 %-Punkte einbüßen. Ihre Koalitionspartnerin auf Bundesebene, die SPD, erzielt im Mittel der Umfragedaten sehr niedrige 13,3 %, sie würde bei einem solchen Wahlergebnis sogar 7,2 %-Punkte verlieren und auf dem dritten Platz im Parteienranking landen, knapp vor der AfD.
Die Partei Bündnis 90/Die Grünen ist nicht ganz doppelt so stark wie die SPD, allerdings resultiert dieser vermeintliche „Überflug“ - wie schon oft festgestellt - eher aus dem innerhalb einer Zwischenperiode der Wahltermine für die Bundestagswahl so genannten „Oppositionseffekt
“. Dennoch erreichen sie in diesem Juli stattliche 24,2 %, was einen fiktiven Zugewinn von 15,3 %-Punkte bedeuten würde oder rund 112 % ihres Ergebnisses der vorhergehenden Bundestagswahl.
Auch die AfD hatte vor allem kurz nach der Bundestagswahl einen demoskopischen Aufschwung erlebt, derzeit aber liegt sie im Mittel noch bei 13,1 %, 0,5 %-Punkte über ihrem letztmaligen Bundestagswahlergebnis. Wie sich diese rechtspopulistische Partei entwickeln wird, bleibt weiter abzuwarten. Insgesamt gesehen könnte sie aber bei einer Bundestagswahl zumindest ihr Ergebnis von 2017 (12,6 %) erzielen, dafür spricht auch ihr weitgehend gleichmäßiges Abschneiden im Umfragedurchschnitt.
Die FDP wie auch die LINKE liegen bei jeweils 8 % in den Umfragedaten: die FDP kommt derzeit auf 8,1 % (- 2,6 %-Pkte.), die LINKE liegt mit 8,2 % (- 1,0 %-Pkte.) nunmehr auf dem fünften Platz. Der Umfragedurchschnitt spricht dafür, dass diese beiden Partei mit ähnlichen Ergebnissen wie bei der Bundestagswahl 2017 im kommenden Bundestag einziehen könnten. Alle anderen Parteien erzielen insgesamt 6,3 % (+ 1,1 %-Punkte).
Beurteilt man die Daten nach dem bekannten „Links-Rechts-Schema“, so erreichen die CDU/CSU, die AfD sowie die FDP zusammen 48,0 %, SPD, Grüne und LINKE erzielen laut Umfragedurchschnitt 45,7 %. Eine „Jamaika-Koalition“ aus CDU/CSU, FDP und Bündnis 90/Die Grünen würde auf 59,1 % kommen, eine – fiktive - Koalition von Union und Bündnis 90/Die Grünen erreicht 51,0 % und könnte zusammen 325 der 598 Mandate erzielen. Die (mögliche) Mandatsverteilung auf der Basis der gesetzlichen Grundmandate (598 Sitze) zeigt dann folgendes auf: Die CDU/CSU würde 171 Mandate erzielen, die SPD 85, die AfD käme auf 84 Mandate, die FDP auf 51, die Grünen auf 155 und die LINKE könnte ebenfalls mit 52 Sitzen rechnen.
Zur Erklärung: Es handelt sich bei dieser „Rangliste” nicht um eine sozialwissenschaftliche Untersuchung, sondern um den Durchschnittswert, der sich aus der Berechnung der veröffentlichten Umfragedaten eines gesamten Monats der Institute EMNID,Infratest-Dimap, INSA, der Forschungsgruppe Wahlen e. V., dem FORSA-Institut, GMS, YouGov und dem Institut für Demoskopie (Allensbach) ergibt.