Umfragedaten-Durchschnitt im Februar 2021: SPD kommt nicht in die Spur

Monats-Umfrage(Februar_2021)KleinBerlin, 28. Februar/1. März 2021: Wie schon in den vergangenen Rückblicken oft genug bemerkt, sind die Monate seit Mitte März 2020 und dann – vor allem - ab April 2020 zu demoskopischen Erfolgsmonaten für die CDU/CSU geworden, nachdem sie in der Zeit davor - im Durchschnitt - auf unter 30 % gefallen war. Die in der von ihr geführten Bundesregierung durchgesetzten Einschränkungen im Bereich der persönlichen Freiheit sowie deren anschließende Lockerungen, die seit Beginn der „Covid-19-Pandemie“ im Februar/März 2020 die Innenpolitik bestimmen, erfahren immer noch Zustimmung bei einer breiten Mehrheit der Bevölkerung.
Und davon können eben seit gut einem Jahr die Unionsparteien profitieren, während die SPD laut Umfragedaten auf der Stelle tritt. Auch die recht frühe Nominierung des Bundesfinanzministers Olaf Scholz – als SPD-Kanzlerkandidat – hat bislang nichts zugunsten der Sozialdemokraten daran geändert.
In der aktuellen „Sonntagsfrage“ („Welche Partei werden Sie wählen, wenn am kommenden Sonntag Bundestagswahl wäre?”) sind die CDU und CSU zusammen nun im Februar-Durchschnitt bei 35,1 % insgesamt angekommen. Dabei fällt den Demoskopen durchaus eine gewisse „Corona-Müdigkeit“ auf, ob und inwieweit sich das aber in den künftigen Monatsdurchschnitten und letztendlich bei der Bundestagswahl im September auswirkt, ist bislang nicht messbar. Umfragen erfassen nämlich nur einen augenblicklichen Wert zu dem Zeitpunkt, an welchem sie erhoben werden, eine statistische Schwankungsbreite inbegriffen.
Die SPD hängt immer noch im Umfragetief und würde rund 4,7 %-Punkte auf 15,8 % - im Vergleich zum vergangenen Bundestagswahlergebnis (2017) - verlieren, während die Union um 2,2 %-Punkte zulegen könnte.
Für Bündnis 90/Die Grünen errechnet sich im Februar durchschnittliche 18,6 %, was einen Zugewinn von 9,7 %-Punkte ausmachen würde, diese Partei also ihren vorherigen Bundestagswahl-Anteil mehr als verdoppeln könnte. Die AfD würde dem Umfragedurchschnitt nach wiederum - im Vergleich mit Bundestagswahlergebnis von 2017 - um 3,0 %-Punkte auf jetzt 9,6 % zurückgehen.
Die LINKE wie auch die FDP gehören weiterhin zu den demoskopischen Verlierern. Die LINKE würde auf ca. 7,6 Prozent und die FDP auf knapp 7,7 % kommen, diese wieder etwas mehr als im Vormonat. Alle anderen Parteien erzielen zusammen rund 5,6 Prozent.
Beurteilt man die Daten nach dem bekannten „Links-Rechts-Schema“, so erreichen die CDU/CSU, die AfD sowie die FDP zusammen 52,4 %, SPD, Grüne und LINKE erzielen laut Umfragedurchschnitt 42,0 %. Eine „Jamaika-Koalition“ aus CDU/CSU, FDP und Bündnis 90/Die Grünen würde auf 61,4 % kommen, eine – fiktive - Koalition von Union und Bündnis 90/Die Grünen erreicht 53,7 % und die derzeitige Koalition aus Unionsparteien und SPD käme auf 50,9 %.
Die (mögliche) Mandatsverteilung auf der Basis der gesetzlichen Grundmandate (598 Sitze) zeigt dann folgendes auf: Die CDU/CSU würde 222 Mandate erzielen, die SPD 100, die AfD käme auf 61 Mandate, die FDP auf 49, die LINKE würde 48 Mandate erringen und schließlich erreicht Bündnis 90/Die Grünen 118 Sitze.
Zur Erklärung: Es handelt sich bei dieser „Rangliste” nicht um eine sozialwissenschaftliche Untersuchung, sondern dem Durchschnittswert, der sich aus der Berechnung der veröffentlichten Umfragedaten eines gesamten Monats der Institute Kantar, Infratest-Dimap, INSA-Consulere, der Forschungsgruppe Wahlen e. V., dem FORSA-Institut, GMS und dem Institut für Demoskopie (Allensbach) sowie YouGov ergibt.