Durchschnitt bei den Umfragedaten im März: Demoskopischer SPD-Aufstieg verpufft wieder

Monats-Umfrage(Maerz_2019)_kleinBerlin, 1. April 2019: Im Durchschnitt der Umfragedaten im Monat März von sieben der acht führenden Meinungsforschungsinstitute kommen CDU und CSU wieder zusammen auf genau 30 %. Zugrunde liegt diesem Wert der Durchschnittswert der zwanzig im März 2019 veröffentlichten Umfragedaten („Sonntagsfrage Wahlabsicht“). Demnach würden die Unionsparteien im Vergleich mit dem Ergebnis der Bundestagswahl 2017 fast 3 %-Punkte einbüßen. Ihre Koalitionspartnerin in der Koalition, die SPD, erzielt im Mittel der Umfragedaten 16,4 %, sie würde bei einem solchen Wahlergebnis 4,1 Prozentpunkte verlieren.
Bündnis 90/Die Grünen ist noch immer - in den Umfragen - stärker als die SPD, allerdings resultiert dieser vermeintliche „Überflug“ eher aus dem innerhalb einer Zwischenperiode der Wahltermine für die Bundestagswahl so genannten „Oppositionseffekt“. Zudem haben die Grünen schon manche demoskopischen „Höhenflüge“ erlebt, um dann bei der jeweiligen Bundestagswahl auf dem Boden der Tatsachen zu landen. Auch im März jedenfalls liegt Bündnis 90/Die Grünen dennoch bei stattlichen 18,1 %, was einen fiktiven Zugewinn von 9,2 %-Punkte bedeuten würde.
Auch die AfD hatte, vor allem nach der Bundestagswahl, einen demoskopischen Aufschwung erlebt, derzeit aber liegt sie im Mittel noch bei 12,9 %. Wie sich diese rechtspopulistische Partei entwickeln wird, bleibt abzuwarten, entscheidend dürfte auch das Abschneiden bei der EU-Wahl Ende Mai 2019 sein. Insgesamt gesehen könnte sie aber bei einer Bundestagswahl zumindest wieder ihr Ergebnis von 2017 (12,6 %) erzielen, dafür spricht ihr weitgehend gleichmäßiges Abschneiden im Umfragedurchschnitt.
Die FDP wie auch die LINKE liegen unterhalb von 10 % in den Umfragedaten: die FDP kommt derzeit auf 8,9 % (-1,8 %-Pkte.), die LINKE liegt mit 8,6 % (-
0,6 %-Pkte.) auf dem sechsten Platz. Der Umfragedurchschnitt spricht dafür, dass diese beiden Partei mit ähnlichen Ergebnissen wie bei der Bundestagswahl 2017 im kommenden Bundestag kommen könnten. Alle anderen Parteien erzielen 5,1 % (- 0,1 %-Punkte).
Beurteilt man die Daten nach dem bekannten „Links-Rechts-Schema“, so erreichen die CDU/CSU, die AfD sowie die FDP zusammen 51,8 %, SPD, Grüne und LINKE erzielen laut Umfragedurchschnitt 43,1 %. Eine „Jamaika-Koalition“ aus CDU/CSU, FDP und Bündnis 90/Die Grünen würde auf 57,0 % kommen, eine – fiktive - Koalition von Union und Bündnis 90/Die Grünen erreicht 48,1 % und könnte zusammen 303 der 598 Mandate erzielen. Die (mögliche) Mandatsverteilung auf der Basis der gesetzlichen Grundmandate (598 Sitze) zeigt dann folgendes auf: Die CDU/CSU würde 189 Mandate erzielen, die SPD 104
, die AfD käme auf 81 Mandate, die FDP auf 56, die Grünen auf 114 und die LINKE könnte mit 54 Sitzen rechnen.
Zur Erklärung: Es handelt sich bei dieser „Rangliste” nicht um eine sozialwissenschaftliche Untersuchung, sondern um den Durchschnittswert, der sich aus der Berechnung der veröffentlichten Umfragedaten eines gesamten Monats der Institute EMNID
Infratest-Dimap, INSA, der Forschungsgruppe Wahlen e. V., dem FORSA-Institut, GMS, YouGov und dem Institut für Demoskopie (Allensbach) ergibt.