Umfragedaten im Januar 2019: Rückgang bei Grünen und AfD und weiterer - leichter - Anstieg bei Union

Monats-Umfrage(Januar_2019)_kleinBerlin, 31. Januar/1. Februar 2019: Die Umfragesituation zu Beginn des Jahres 2019 zeigt die CDU und CSU nun bei 30,4 % im Durchschnitt aller Erhebungen der 7 führenden Institute.
Damit kann sich die Union wieder etwas stabilisieren, nachdem sie im Oktober und November 2018 demoskopisch stark eingebrochen war. Ihr Koalitionspartner SPD hingegen bleibt unterhalb von 15 %, bei 14,8 % und würde damit zum bereits äußerst niedrigen Ergebnis vom Herbst 2017 (20,5 %) noch einmal 5,7 %-Punkte einbüßen. Ob sich diese Partei jemals oberhalb der 20-%-Marke, geschweige oberhalb von 30 % wieder einpendeln wird, bleibt aus heutiger Sicht recht zweifelhaft.
Als eine „Volkspartei“ erscheint hingegen Bündnis 90/Die Grünen. Sie konnten die SPD inzwischen in drei Bundesländern (neben Baden-Württemberg auch in Bayern und Hessen) als Kontrahent zu CDU (und CSU) ablösen und liegen immerhin bei 30 bzw. knapp unter 20 % in den Stimmenanteilen.
In Baden-Württemberg haben die Grünen sogar den ersten Platz im Parteienranking erobert. Dennoch erscheint es angebracht, den „Höhenflug“ der Partei etwas distanzierter zu betrachten, die Grünen profitieren wohl eher von „Oppositionseffekt“ und weniger aus eigener Stärke heraus. Derzeit gibt Bündnis 90/Die Grünen auch im Umfragedaten-Durchschnitt nach, die Partei liegt aber 10 %-Punkte oberhalb ihres letzten Bundestagswahlergebnisses und erreicht 18,9 %.
Dieses lässt sich auch auf die AfD übertragen, auch sie ist demoskopisch recht stark geworden, bis zu 16,1 %. Diese rechtspopulistische Partei wurde von den Grünen eingeholt und befindet sich nun bei etwa 13,4 % und liegt zudem auch wieder hinter der SPD. Wie sich die AfD entwickeln wird, bleibt abzuwarten, entscheidend dürfte auch das Abschneiden bei der EU-Wahl Ende Mai 2019 sein. Insgesamt gesehen könnte sie aber bei einer Bundestagswahl zumindest wieder ihr Ergebnis von 2017 (12,6 Prozent) erzielen, dafür spricht ihr weitgehend gleichmäßiges Abschneiden im Umfragedurchschnitt.
Die FDP wie auch die LINKE liegen unterhalb von 10 % in den Umfragedaten, die FDP kommt auf 8,9 %, die LINKE kann man bei 9,1 % sehen. Der Umfragedurchschnitt wie auch Landtagswahlergebnisse sprechen zudem dafür, dass sich diese beiden Partei mit ähnlichen Ergebnissen wie bei der Bundestagswahl 2017 im kommenden Bundestag wiederfinden könnten. Alle anderen Parteien erzielen 4,5 % (- 0,7 %-Punkte).
Beurteilt man die Daten nach dem bekannten „Links-Rechts-Schema“, so erreichen die CDU/CSU, die AfD sowie die FDP zusammen 52,7 %, SPD, Grüne und LINKE erzielen laut Umfragedurchschnitt
42,8 %. Eine „Jamaika-Koalition“ aus CDU/CSU, FDP und Bündnis 90/Die Grünen würde auf 58,2 % kommen, eine Koalition von Union und Bündnis 90/Die Grünen erreicht 49,3 % und könnte zusammen 308 der 598 Mandate erzielen. Die (mögliche) Mandatsverteilung auf der Basis der gesetzlichen Grundmandate (598 Sitze) zeigt dann folgendes auf: Die CDU/CSU würde 190 Mandate erzielen, die SPD 93, die AfD käme auf 84 Mandate, die FDP auf 56, die Grünen auf 118 und die LINKE könnte mit 57 Sitzen rechnen.
Zur Erklärung: Es handelt sich bei dieser „Rangliste” nicht um eine sozialwissenschaftliche Untersuchung, sondern um den Durchschnittswert, der sich aus der Berechnung der veröffentlichten Umfragedaten eines gesamten Monats der Institute EMNID, Infratest-Dimap, INSA, der Forschungsgruppe Wahlen e. V., dem FORSA-Institut, GMS und dem Institut für Demoskopie(Allensbach) ergibt.