Umfragedurchschnitt im Februar: CDU/CSU über 30 %, die SPD steigt wieder langsam an

Monats-Umfrage(Februar_2019)_kleinBerlin, 28. Februar/1. März 2019: In dem Durchschnitt der Umfragedaten der acht führenden Meinungsforschungsinstitute kommen CDU und CSU nun zusammen auf genau 30 %. Zugrunde liegt diesem Wert der Durchschnittswert der neunzehn im Februar 2019 veröffentlichten Umfragedaten („Sonntagsfrage Wahlabsicht“). Demnach würden die Unionsparteien im Vergleich mit dem Ergebnis der Bundestagswahl 2017 fast 3 %-Punkte einbüßen. Ihre Koalitionspartnerin in der Koalition (gemeinhin noch als „Große Koalition“ bezeichnet), die SPD, erzielt im Mittel der Umfragedaten 16,7 %, sie würde bei einem solchen Wahlergebnis 3,8 Prozentpunkte verlieren.
Bündnis 90/Die Grünen ist noch immer - in den Umfragen - stärker als die SPD, allerdings resultiert dieser vermeintliche „Überflug“ eher aus dem innerhalb einer Zwischenperiode der Wahltermine für die Bundestagswahl so genannten „Oppositionseffekt“. Zudem haben die Grünen schon manche demoskopischen „Höhenflüge“ erlebt, um dann bei der jeweiligen Bundestagswahl auf dem Boden der Tatsachen zu landen. Im vergangenen Monat jedenfalls liegt Bündnis 90/Die Grünen dennoch bei stattlichen 18,1 %, bei einem Zugewinn von 9,2 %-Punkten.
Auch die AfD hatte, vor allem nach der Bundestagswahl, einen demoskopischen Aufschwung erlebt, derzeit aber liegt sie im Mittel nur noch bei 13,1 %. Wie sich diese rechtspopulistische Partei entwickeln wird, bleibt abzuwarten, entscheidend dürfte auch das Abschneiden bei der EU-Wahl Ende Mai 2019 sein. Insgesamt gesehen könnte sie aber bei einer Bundestagswahl zumindest wieder ihr Ergebnis von 2017 (12,6 %) erzielen, dafür spricht ihr weitgehend gleichmäßiges Abschneiden im Umfragedurchschnitt.
Die FDP wie auch die LINKE liegen unterhalb von 10 % in den Umfragedaten: die FDP kommt derzeit auf 8,8 % (-1,9 %-Pkte.), die LINKE liegt mit 8,7 % (-0,5 %-Pkte.) auf dem sechsten Platz. Der Umfragedurchschnitt spricht dafür, dass sich diese beiden Partei mit ähnlichen Ergebnissen wie bei der Bundestagswahl 2017 im kommenden Bundestag wiederfinden könnten. Alle anderen Parteien erzielen 4,6 % (- 0,6 %-Punkte).
Beurteilt man die Daten nach dem bekannten „Links-Rechts-Schema“, so erreichen die CDU/CSU, die AfD sowie die FDP zusammen 51,9 %, SPD, Grüne und LINKE erzielen laut Umfragedurchschnitt 43,5 %. Eine „Jamaika-Koalition“ aus CDU/CSU, FDP und Bündnis 90/Die Grünen würde auf 56,9 % kommen, eine Koalition von Union und Bündnis 90/Die Grünen erreicht 48,1 % und könnte zusammen 302 der 598 Mandate erzielen. Die (mögliche) Mandatsverteilung auf der Basis der gesetzlichen Grundmandate (598 Sitze) zeigt dann folgendes auf: Die CDU/CSU würde 188 Mandate erzielen, die SPD 105, die AfD käme auf 82 Mandate, die FDP auf 55, die Grünen auf 114 und die LINKE könnte mit 54 Sitzen rechnen.
Zur Erklärung: Es handelt sich bei dieser „Rangliste” nicht um eine sozialwissenschaftliche Untersuchung, sondern um den Durchschnittswert, der sich aus der Berechnung der veröffentlichten Umfragedaten eines gesamten Monats der Institute EMNID, Infratest-Dimap, INSA, der Forschungsgruppe Wahlen e. V., dem FORSA-Institut, GMS, YouGov und dem Institut für Demoskopie(Allensbach) ergibt.

Umfragedaten im Januar 2019: Rückgang bei Grünen und AfD und weiterer - leichter - Anstieg bei Union

Monats-Umfrage(Januar_2019)_kleinBerlin, 31. Januar/1. Februar 2019: Die Umfragesituation zu Beginn des Jahres 2019 zeigt die CDU und CSU nun bei 30,4 % im Durchschnitt aller Erhebungen der 7 führenden Institute.
Damit kann sich die Union wieder etwas stabilisieren, nachdem sie im Oktober und November 2018 demoskopisch stark eingebrochen war. Ihr Koalitionspartner SPD hingegen bleibt unterhalb von 15 %, bei 14,8 % und würde damit zum bereits äußerst niedrigen Ergebnis vom Herbst 2017 (20,5 %) noch einmal 5,7 %-Punkte einbüßen. Ob sich diese Partei jemals oberhalb der 20-%-Marke, geschweige oberhalb von 30 % wieder einpendeln wird, bleibt aus heutiger Sicht recht zweifelhaft.
Als eine „Volkspartei“ erscheint hingegen Bündnis 90/Die Grünen. Sie konnten die SPD inzwischen in drei Bundesländern (neben Baden-Württemberg auch in Bayern und Hessen) als Kontrahent zu CDU (und CSU) ablösen und liegen immerhin bei 30 bzw. knapp unter 20 % in den Stimmenanteilen.
In Baden-Württemberg haben die Grünen sogar den ersten Platz im Parteienranking erobert. Dennoch erscheint es angebracht, den „Höhenflug“ der Partei etwas distanzierter zu betrachten, die Grünen profitieren wohl eher von „Oppositionseffekt“ und weniger aus eigener Stärke heraus. Derzeit gibt Bündnis 90/Die Grünen auch im Umfragedaten-Durchschnitt nach, die Partei liegt aber 10 %-Punkte oberhalb ihres letzten Bundestagswahlergebnisses und erreicht 18,9 %.
Dieses lässt sich auch auf die AfD übertragen, auch sie ist demoskopisch recht stark geworden, bis zu 16,1 %. Diese rechtspopulistische Partei wurde von den Grünen eingeholt und befindet sich nun bei etwa 13,4 % und liegt zudem auch wieder hinter der SPD. Wie sich die AfD entwickeln wird, bleibt abzuwarten, entscheidend dürfte auch das Abschneiden bei der EU-Wahl Ende Mai 2019 sein. Insgesamt gesehen könnte sie aber bei einer Bundestagswahl zumindest wieder ihr Ergebnis von 2017 (12,6 Prozent) erzielen, dafür spricht ihr weitgehend gleichmäßiges Abschneiden im Umfragedurchschnitt.
Die FDP wie auch die LINKE liegen unterhalb von 10 % in den Umfragedaten, die FDP kommt auf 8,9 %, die LINKE kann man bei 9,1 % sehen. Der Umfragedurchschnitt wie auch Landtagswahlergebnisse sprechen zudem dafür, dass sich diese beiden Partei mit ähnlichen Ergebnissen wie bei der Bundestagswahl 2017 im kommenden Bundestag wiederfinden könnten. Alle anderen Parteien erzielen 4,5 % (- 0,7 %-Punkte).
Beurteilt man die Daten nach dem bekannten „Links-Rechts-Schema“, so erreichen die CDU/CSU, die AfD sowie die FDP zusammen 52,7 %, SPD, Grüne und LINKE erzielen laut Umfragedurchschnitt
42,8 %. Eine „Jamaika-Koalition“ aus CDU/CSU, FDP und Bündnis 90/Die Grünen würde auf 58,2 % kommen, eine Koalition von Union und Bündnis 90/Die Grünen erreicht 49,3 % und könnte zusammen 308 der 598 Mandate erzielen. Die (mögliche) Mandatsverteilung auf der Basis der gesetzlichen Grundmandate (598 Sitze) zeigt dann folgendes auf: Die CDU/CSU würde 190 Mandate erzielen, die SPD 93, die AfD käme auf 84 Mandate, die FDP auf 56, die Grünen auf 118 und die LINKE könnte mit 57 Sitzen rechnen.
Zur Erklärung: Es handelt sich bei dieser „Rangliste” nicht um eine sozialwissenschaftliche Untersuchung, sondern um den Durchschnittswert, der sich aus der Berechnung der veröffentlichten Umfragedaten eines gesamten Monats der Institute EMNID, Infratest-Dimap, INSA, der Forschungsgruppe Wahlen e. V., dem FORSA-Institut, GMS und dem Institut für Demoskopie(Allensbach) ergibt.

Umfragedaten im Jahr 2018: Starke Grüne und AfD sowie Absturz von Union und SPD

Jahresumfragen_2018_kleinBerlin, 1. Januar 2019: Die Umfragesituation des Jahres 2018, im Nachgang zur Bundestagswahl des Septembers 2017 und der erneuten Bildung der sog. „Großen Koalition, ist durchaus interessant, da sich die Stimmungen vor allem für die beiden Parteien der Union (zusammengefasst CDU und CSU) wie auch der SPD recht negativ entwickelten.
Am Jahresanfang 2018 waren die CDU/CSU und SPD noch bei 33,1 bzw. 19,4 % und damit rund 14 Punkte auseinander. Faktisch die gesamte Legislaturperiode zwischen 2013 und 2017 waren die Werte zugunsten der Unionsparteien ähnlich hoch, zeitweise sogar noch höher, ihr Koalitionspartner SPD führte hingegen ein demoskopisches Schattendasein im „20-%-Tunnel“. Was die Mitglieder und Funktionäre der SPD im Spätherbst 2013 mehrheitlich absegneten, nämlich die Teilnahme an der Koalition mit der Union, lehnten die Wählerinnen und Wähler der Sozialdemokraten offenbar ab.
Monats-Umfrage(Dezember_2018)_smallNach der Bundestagswahl 2017, als der damalige SPD-Vorsitzende Martin Schulz angekündigt hatte, „in die Opposition“ gehen zu wollen, konnte die Partei in Niedersachsen bei der vorgezogenen Landtagswahl Stimmen hinzugewinnen. Sobald sich aber die Lage änderte und es statt der anvisierten „Jamaika-Koalition“ aus CDU/CSU, FDP sowie Bündnis 90/Die Grünen wiederum eine Zusammenarbeit von CDU/CSU und SPD herauskam, änderten sich schlagartig die demoskopischen Werte für die Sozialdemokraten, sie fielen dauerhaft unter 20 %.
Die CDU/CSU blieb im Jahr 2018 - bis zum Umfragedurchschnitt des August 2018 - recht stabil oberhalb der 30 %, sackte aber im Septemberdurchschnitt und fiel sogar im Oktober und November deutlich auf rund 26 % ab. Durch den parteiinternen Wettbewerb und die Aufmerksamkeit der Medien an den drei Personen – Annegret Kramp-Karrenbauer, Friedrich Merz und Jens Spahn - und weniger an den Inhalten, wofür diese überhaupt stehen, befanden sich die C-Parteien im Fokus der Medien und erweckten wohl auch die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit. Nach der Entscheidung der CDU-Parteitagsdelegierten Anfang Dezember für Kramp-Karrenbauer stieg die CDU/CSU im Umfragedurchschnitt zum Jahresende an auf erneut 29 – 30 %. Allerdings bleibt abzuwarten, ob sich diese demoskopischen Werte bis zu den EU-Wahlen Ende Mai 2019 halten lassen.

Ergebnisse der Landtagswahlen
in allen Bundesländern

Wahlbet.

Linke

Bü.90/
Grüne

SPD

FDP

CDU/CSU

AfD

Sonstige

Gesamt

64,9 %

6,9 %

13,3 %

22,9 %

7,7 %

31,2 %

10,7 %

7,4 %

Gewinne/Verluste (%-Pkte)

+ 4,5 

+ 0,1 

+ 0,7 

- 6,3

+ 1,5

- 3,3

+ 10,4

- 3,1


            Quelle: Statistikämter der Bundesländer zwischen 2014 und 2018, eigene Berechnungen

Wie oben bereist gesagt, kam im gesamten Jahr 2018 die SPD demoskopisch nicht einmal auf die 20 %, die sie noch bei der Bundestagswahl erzielte. Und das war schon das bislang niedrigste Ergebnis aller Bundestagswahlen, nur bei Wahlen gegen Ende der Weimarer Republik (1919 – 1933) lag die SPD zum Teil noch niedriger. Und nicht nur das: Hatte sich die SPD vom Wechsel des glücklosen Martin Schulz an der Parteispitze zu Andrea Nahles einen Aufschwung in der politischen Stimmung - für sich selbst - versprochen, so trat eher das Gegenteil ein, die Partei fiel in einigen Umfragen auf unter 14 % (INSA und FORSA), zum Jahresende liegt sie nur noch bei 14,7 %. Aus dem „heiteren Himmel“ sind diese Ergebnisse auf die SPD nicht eingestürzt, denn in den vor der Bundestagswahl 2017 stattgefundenen Landtagswahlen, so z. B. Baden-Württemberg bzw. Sachsen-Anhalt, erlitt die Partei zum Teil massive Einbußen. Auf alle Bundesländer hochgerechnet (von 2014 bis einschließlich 2018) erreicht die SPD nur noch einen Stimmenanteil von 22,9 % (- 6,3 %-Punkte), die Unionsparteien kommen auf 31,2 % (- 3,3 %-Punkte). Die SPD zumindest, ist somit keine „Volkspartei“ mehr.
Als eine neue „Volkspartei“ erscheint - derzeit zumindest – Bündnis 90/Die Grünen. Sie konnten die SPD inzwischen in drei Bundesländern (neben Baden-Württemberg auch in Bayern und Hessen) als Kontrahent zu CDU (und CSU) ablösen und liegen immerhin bei 30 bzw. knapp unter 20 % in den Stimmenanteilen. In Baden-Württemberg haben die Grünen sogar den ersten Platz im Parteienranking erobert. Bei den Umfragen 2018 lagen sie am Jahresanfang noch bei rund 11 % und so mit auch hinter der AfD, das änderte sich aber im Umfragedatendurchschnitt ab Oktober. Dabei ist es nicht ausgeschlossen, dass die hohen Wahlergebnisse der Grünen die hohen Umfragedaten im Nachhinein produzierten. Zudem ist es auch so, dass die Grünen bei den einer Bundestagswahl folgenden Landtagswahlen bereits mehrere Male hohe Ergebnisse erzielten, sie aber bei den Bundestagswahlen im Vergleich dazu eher mager abschnitten. Dennoch führen die hohen Werte der Grünen auch bei den Landtagswahlen immerhin zu 13,3 % Stimmenanteil insgesamt. Dabei spielen allerdings auch die Werte des Jahres 2017 hinein, wo die Grünen eher mager abschnitten. In Nordrhein-Westfalen und in Niedersachsen büßte Bündnis 90/Die Grünen jeweils rund 5 %-Punkte ein. Daher erscheint es angebracht, den „Höhenflug“ der Partei etwas distanzierter zu betrachten, die Grünen profitieren wohl eher von „Oppositionseffekt“ und weniger aus eigener Stärke heraus.
Das lässt sich auch auf die AfD übertragen, auch sie ist demoskopisch recht stark geworden, bis zu 16,1 %. Diese rechtspopulistische Partei wurde aber ab Oktober des zurückliegenden Jahres von den Grünen eingeholt und befindet sich nun bei etwa 14 % und liegt zudem auch wieder hinter der SPD. Wie sich die AfD entwickeln wird, bleibt abzuwarten, entscheidend dürfte auch das Abschneiden bei der EU-Wahl Ende Mai 2019 sein. Insgesamt gesehen könnte sie aber bei einer Bundestagswahl zumindest wieder ihr Ergebnis von 2017 (12,6 %) erzielen, dafür spricht ihr weitgehend gleichmäßiges Abschneiden im Umfragedurchschnitt.
Ebenso gleichmäßig schneiden auch die FDP wie auch die LINKE in den Umfragedaten ab, die FDP liegt im Schnitt bei gut 9 %, die LINKE bei etwa 10. Die Ergebnisse der zurückliegenden Landtagswahlen zwischen 2014 und 2018 brachten beiden Parteien auch nur marginale Zugewinne, der FDP 1,5 %-Punkte und der LINKEN nur 0,1 %-Punkte. Dieses stabile Verhalten in den Ergebnissen – Umfragedurchschnitt wie auch Landtagswahlergebnisse - spricht auch dafür, dass sich diese beiden Partei mit ähnlichen Ergebnissen auch im kommenden Bundestag wiederfinden können.

Zur Erklärung: Es handelt sich bei dieser „Rangliste” nicht um eine sozialwissenschaftliche Untersuchung, sondern um den Durchschnittswert, der sich aus der Berechnung der veröffentlichten Umfragedaten eines gesamten Monats der Institute EMNID,Infratest-Dimap, INSA, der Forschungsgruppe Wahlen e. V., dem FORSA-Institut, GMS und dem Institut für Demoskopie(Allensbach) sowie YouGov ergibt.