Umfragedaten im Juni: SPD nun wieder auf dem dritten Rang

Monatsdaten(Juni_2022)Berlin, 3. Juli 2022: Im Sonntagsfragen-Durchschnitt des zurückliegenden Monats Juni hatte die SPD nur den dritten Rang einnehmen können. Sie liegt in den Umfragedaten bei 20,3 %. Im Vergleich mit dem letzten Bundestagswahlergebnis würde sie 5,4 %-Punkte einbüßen, also ca. 21 % in Bezug auf das letzte Wahlergebnis. Hingegen könnte die CDU/CSU wieder die stärkste Gruppierung werden mit derzeit 27,2 %, was ein Zugewinn von 3,1 %-Punkte bedeuten würde.
Vor die SPD hat sich Bündnis 90/Die Grünen geschoben, mit einem Zugewinn von 7,3 %-Punkte zum letzten Wahlergebnis erreicht diese Partei jetzt 22,1 %. Angemerkt ist aber auch, dass dieser Durchschnittswert sicher eher auf eine Tendenz zugunsten der Grünen zurückzuführen ist, weniger auf einen tatsächlichen Hintergrund. Die FDP büßt im Durchschnitt 3,2 %-Punkte auf jetzt 8,3 % ein, die LINKE geht um 0,8 %-Punkte auf 4,1 % zurück und die AfD um 0,5 %-Punkte auf jetzt 9,8 %.
Die Grünen sind die derzeit einzige Partei in der Bundesregierung, die nicht vom „Oppositionseffekt“ betroffen ist. Dieser besagt, dass die im Bund in der Regierung befindlichen Parteien bei den der Bundestagswahl nachfolgenden Landtagswahl(en) an Stimmen verlieren, die Opposition legt zu.
Nur schon seit geraumer Zeit ist aber auch diese Regel mit einer Menge Ausnahmen behaftet, die Grünen – obwohl sie in der Bundesregierung sind - legen derzeit massiv zu, während SPD und FDP verlieren. Von den drei seit der Bundestagswahl in Opposition befindlichen Parteien – CDU/CSU, AfD und LINKE – verlieren die AfD und die LINKE, die Unionsparteien legen zu. Zumindest jedenfalls bei den letzten beiden Landtagswahlen und in den demoskopischen Erhebungen, bei der Landtagswahl im Saarland konnten alle drei Parteien der Bundesregierung zulegen, vor allem die SPD, FDP und Grüne aber erzielten keine Sitze im Landtag. Daher lässt sich auch nicht viel über zukünftige Landtagswahlen sagen, auch nicht zu einem künftigen Bundestagswahlergebnis.
Zur Erklärung: Es handelt sich bei dieser Rangliste nicht um eine eigene sozialwissenschaftliche Studie, sondern dem Durchschnittswert, der sich aus der Berechnung der veröffentlichten Umfragedaten eines gesamten Monats der Institute Kantar, Infratest-Dimap, INSA-Consulere, GMS, der Forschungsgruppe Wahlen e. V., dem FORSA-Institut, und dem Institut für Demoskopie (Allensbach) sowie YouGOV ergibt.